Geburtshormone – Dein natürlicher Schlüssel für eine sanfte Geburt
- Janine Wagner

- 10. Sept. 2025
- 4 Min. Lesezeit

Hast du dir schon mal gedacht…?
Warum verläuft eine Geburt bei manchen Frauen sanft und kraftvoll – während andere mit langen, schmerzhaften Geburtsphasen kämpfen? 🤔
Die Antwort liegt nicht nur in der Geburtsvorbereitung oder der Umgebung. Es sind deine Hormone, die den Geburtsverlauf steuern! Und das Beste? Du kannst sie aktiv unterstützen. 💪✨
In diesem Artikel erfährst du:
✅ Welche Hormone deine Geburt beeinflussen
✅ Wie du sie optimal für dich arbeiten lässt
✅ Konkrete Tipps, um deinen Körper natürlich zu unterstützen
INHALT:
Welche Geburtshormone gibt es? – Die geheimen Helden deiner Geburt
Wie Geburtshormone den Geburtsverlauf steuern
Wie du deine Geburtshormone für dich arbeiten lässt
Die Bedeutung von Entspannung für eine optimale Horonbalance
Fazit: Deine Geburt, dein Hormoncocktail
Geburtshormone – die geheimen Heldinnen deiner Geburt
Hormone sind wie dein inneres Geburts-Team. Jedes hat eine eigene Aufgabe – und wenn sie zusammenarbeiten, läuft alles rund. 👇
💖 Oxytocin – das Wehen- & Bindungshormon➡ Löst und verstärkt deine Wehen➡ Fördert die Mutter-Kind-Bindung➡ Wird durch liebevolle Berührungen & Geborgenheit gesteigert
😌 Endorphine – natürliche Schmerzmittel➡ Helfen dir, in den Geburtsflow zu kommen➡ Reduzieren Schmerzempfinden➡ Werden durch ruhige Atmung & Bewegung gefördert
⚡ Adrenalin & Noradrenalin – die Stressbremse?➡ Können deine Wehen hemmen, wenn du Angst hast➡ Erhöhen den Schmerz, wenn du dich gestresst fühlst➡ Lassen sich durch Entspannung und Vertrauen regulieren
🤱 Prolaktin – das Still- & Erholungshormon➡ Bereitet dich auf das Stillen vor➡ Fördert deine Regeneration nach der Geburt
Sie alle sorgen gemeinschaftlich dafür, dass deine Geburt im Flow ist.
Und jetzt die große Frage: Wie kannst du deine Geburtshormone positiv beeinflussen?👇
Wie Geburtshormone den Geburtsverlauf steuern
Dein Körper ist ein wahres Meisterwerk – und die Geburt ist ein präzises Zusammenspiel aus Hormonen, das genau zur richtigen Zeit die richtigen Signale setzt. Aber wie genau funktioniert das?
In deinem Gehirn, um genau zu sein, im Stammhirn ist ein Programm gespeichert, was genau weiß, was zu tun ist. Das Geburtsprogramm sorgt dafür, dass die richtigen Hormone zur richtigen Zeit ausgeschüttet werden. Es sist deine Aufgabe dafür zu sorgen, dass das Geburtsprogrammungestört arbeiten kann. Dafür solltest du verstehen, was bei welcher Geburtsphase passiert:
Die Phasen der Geburt und die hormonelle Regulation
Jede Phase der Geburt wird von Hormonen gesteuert. Sie arbeiten wie ein unsichtbares Team zusammen, um den Prozess in Gang zu setzen und voranzutreiben.
🔹 Eröffnungsphase: Dein Körper beginnt, Oxytocin freizusetzen, um sanfte, anfängliche Wehen zu erzeugen. Gleichzeitig schüttet er Endorphine aus, die dir helfen, mit den Wehen umzugehen. Wenn du entspannt bist, kann dieser Prozess reibungslos ablaufen. Stress hingegen kann ihn blockieren.
🔹 Aktive Eröffnungsphase & Übergangsphase: Die Wehen werden stärker und regelmäßiger. Oxytocin flutet deinen Körper, während Endorphine die Schmerzen dämpfen. Hier ist es besonders wichtig, dich sicher und geborgen zu fühlen – denn Angst kann die Oxytocin-Produktion hemmen.
🔹 Austreibungsphase: Dein Körper arbeitet auf Hochtouren! Oxytocin ist jetzt auf seinem Höhepunkt und sorgt für kräftige Presswehen, die dein Baby auf die Welt bringen. Adrenalin kann in dieser Phase einen kurzen Anstieg erleben, um dir den letzten Energieschub zu geben.
🔹 Nachgeburtsphase: Dein Körper schüttet weiterhin Oxytocin aus – jetzt vor allem, um die Plazenta abzustoßen und Blutungen zu minimieren. Gleichzeitig bereitet Prolaktin dich auf das Stillen vor.
Wie Oxytocin die Wehen antreibt
Oxytocin ist DAS Schlüsselhormon für eine effektive Geburt. Es sorgt nicht nur für regelmäßige, kraftvolle Wehen, sondern fördert auch die Mutter-Kind-Bindung nach der Geburt. Aber aufgepasst:Stress, Angst oder Störungen können die Oxytocin-Produktion verringern und so den Geburtsverlauf verlangsamen.
Wie du Geburtshormone für dich arbeiten lässt
Du kannst aktiv dazu beitragen, dass deine Geburtshormone optimal wirken – und damit den gesamten Geburtsverlauf positiv beeinflussen. Wie? Indem du die richtigen Bedingungen für deinen Körper schaffst.
💖 Oxytocin-Booster – so bringst du dein Wehenhormon in SchwungOxytocin ist dein bester Freund während der Geburt. Es sorgt nicht nur für regelmäßige, effektive Wehen, sondern stärkt auch die emotionale Bindung zu deinem Baby. Damit dein Körper möglichst viel davon produziert, braucht er vor allem eins: Geborgenheit.
Sorge für eine vertraute Umgebung – gedimmtes Licht, sanfte Musik oder die beruhigende Stimme deines Partners können wahre Wunder wirken. Auch liebevolle Berührungen, sei es durch deinen Partner, eine Doula oder deine Hebamme, fördern die Oxytocin-Ausschüttung. Und nicht zu vergessen: Deine Gedanken haben eine enorme Kraft! Positives Denken und Zuspruch – sei es durch Affirmationen oder bestärkende Worte deines Umfelds – können dein Hormonlevel nach oben treiben.
😌 Endorphin-Kick – dein natürlicher SchmerzschutzEndorphine sind deine körpereigenen Schmerzmittel und helfen dir, in einen tranceartigen Geburtsflow zu kommen. Je mehr Endorphine in deinem Körper zirkulieren, desto weniger intensiv nimmst du Schmerzen wahr. Du kannst sie gezielt fördern: Sanfte, rhythmische Bewegungen wie das Kreisen auf einem Gymnastikball oder das Schaukeln der Hüften wirken entspannend und helfen dir, in den Geburtsrhythmus zu finden. Ebenso wichtig ist bewusstes Atmen – tiefe, ruhige Atemzüge senden deinem Nervensystem das Signal: „Alles ist gut.“ Meditation und Hypnobirthing-Techniken verstärken diesen Effekt und helfen dir, mental stark zu bleiben.
⚡ Adrenalin-Bremse – Angst raus, Vertrauen rein!Angst ist der größte Feind deiner Geburtshormone. Sobald dein Körper Stress oder Unsicherheit spürt, schüttet er Adrenalin aus – und das kann deine Wehen hemmen. Deshalb ist es so wichtig, Ängste bewusst anzusprechen und ihnen den Schrecken zu nehmen. Baue Vertrauen in deinen Körper auf, sprich mit deiner Hebamme über deine Sorgen und schaffe eine Atmosphäre, die dich sicher fühlen lässt. Vermeide unnötige Stressquellen: Grelles Licht, laute Stimmen oder eine unruhige Umgebung können dein Nervensystem aktivieren – genau das, was du nicht willst. Stattdessen: Entspanne dich, umgib dich mit Menschen, die dich stärken, und erlaube dir, in deine eigene Geburtsblase einzutauchen.
Kurz gesagt: Schaffe eine Umgebung, die dein Hormonsystem unterstützt – dann unterstützt dein Körper dich! 💕








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